Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie kurze Antworten auf Fragen, die uns häufig gestellt werden. Manche Fragen werden auf anderen Seiten des Vereins-Portals ausführlicher beantwortet. Folgen Sie bitte den Links, wenn Sie sich ausführlicher informieren möchten.

In allen Fragen und Antworten wird die Methode "Begleitetes Systematisches Wiedererleben nach S. Petry" mit "BSW" abgekürzt.

 

Wann ist die Anwendung von BSW hilfreich ?

 

BSW ist immer dann hilfreich, wenn die Symptome der betroffenen Person durch eine Traumatisierung verursacht wurden. (Dabei ist der Begriff "Traumatisierung" und dementsprechend der Begriff "Trauma" in einem umfassenderen Sinn definiert als in der Psychologie.)

 

Kann mir das BSW auch dann helfen, wenn ich mich an kein Trauma erinnere?

 

Ja, sofern dem Leiden ein traumatisches Geschehnis zugrunde liegt. Viele traumatische Erlebnisse werden vergessen. Anhand der verbliebenen, durch das traumatische Geschehnis verursachten Symptome kann jedoch das Erlebnisgedächtnis aktiviert und das traumatische Geschehnis wiedererlebt und aufgelöst werden.

Hat BSW etwas mit Hypnose zu tun?

Nein, Wiedererleben (WE) ist kein hypnotischer Zustand, sondern ein Vorgang eigener Art. Im Einzelnen: Beim WE ist sich die Person stets der gegenwärtigen Situation bewusst,

 

  1. Die Person ist während des WE nicht wie in Hypnose beeinflussbar,

  2. Die Person kann sich nach dem WE sowohl an das wiedererlebte Geschehen als auch an ihre Wahrnehmungen der Umgebung während des WE erinnern,

  3. Es gibt keine posthypnotische Wirkung von Anweisungen, die der Person während des WE evtl. gegeben wurden.

Was ist das Erlebnisgedächtnis?

 

Das Erlebnisgedächtnis ist der Gedächtnisspeicher, in dem alle erfahrenen Erlebnisse mitsamt Sinneseindrücken in chronologischer Reihenfolge gespeichert sind - unabhängig davon, ob man sich kognitiv an die Inhalte erinnern kann. So sind die Aufzeichnungen des Erlebnisgedächtnisses nicht kognitiv, sondern durch Wiedererleben abrufbar. Wurden die im Erlebnisgedächtnis gespeicherten Informationen wiedererlebt, so verbleiben sie auch im kognitiven Gedächtnis.