Die Begleitung von Kindern
Die Methode des Begleitete Systematische Wiedererleben nach S. Petry (BSW
nach S. Petry) ist auch für die Arbeit mit Kindern besonders gut
geeignet, da sie sich mit dem Empfinden von Körpergefühlen und
Emotionen, die im Erlebnisgedächtnis gespeichert sind, befasst und
weniger mit dem Gespräch. Wie die Babys,
fallen auch die Kinder von alleine in die Situation zurück, die sie
traumatisiert hat. Doch haben Kinder bereits Möglichkeiten entwickelt,
das natürliche Wiedererleben zu vermeiden.
Vermeidungsverhalten können zum Beispiel sein:
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Auch im fortgeschrittenen Alter nicht alleine einschlafen können.
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Verweigerung zu Ärzten zu gehen, auch wenn sie verstehen, dass eine
schmerzfreie Untersuchung erfolgen wird.
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Verweigerung bestimmter Tätigkeiten, Orte oder Personen, die mit dem
Trauma in Verbindung stehen.
Beispiele, wie Kinder das Wiedererleben unterbrechen, können sein:
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Kratzen, oder bei Jugendlichen Ritzen der Haut,
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aggressive Verhaltensweisen,
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Hyperaktivität,
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Nägelbeißen
Prinzipiell kann man Kinder jeden Alters mit dem BSW nach S. Petry
begleiten. Doch das BSW nach S. Petry gelingt nur, wenn die Kinder dem
Wiedererleben zustimmen, da sie spüren, dass unangenehmes Erleben auf
sie zukommt.
Je jünger ein Kind ist, desto dichter sollten die Termine aufeinander
folgen. Auch wenn die Kinder älter sind, sollten die Termine nicht
weiter als eine Woche auseinander liegen. Die Wiedererlebensprozesse
dauern bei Kindern in der Regel zwischen 20 und 30 Min. pro Termin. In
der Regel ist das einzelne Trauma eines Kindes nach 5 - 10
Wiedererlebensprozessen aufgelöst.
Ab einem Alter von etwa 5 Jahren können und dürfen die Kinder
entscheiden, ob während der Begleitung die Mutter und/oder der Vater
oder eine dem Kind vertraute Person anwesend sein soll oder nicht. Denn
die Kinder lassen sich manchmal nicht auf das Wiedererleben ein, wenn
sie Angst haben, dass sie die Eltern damit belasten.
Wir möchten darauf hinweisen, dass die Methode BSW nach S. Petry im
Zweifel eine kinderärztliche, bzw. kinderpsychiatrische Diagnostik nicht
entbehrlich macht.
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